Intervju med Johan Poppen

Denna höst bjuder vi på många nya konferenser med flera intressanta ämnen. En av dem är Tysklärare 2018 som är en tvådagars konferens för tysklärare som fokuserar på forskningsbaserad och praktisk språkundervisning. Det är en unik konferens på sitt sätt då föreläsningarna på svenska varvas med föreläsningar på tyska. Johan Poppen är en av våra experter och kommer dela med sig av sina erfarenheter metoder och projekt för en framgångsrik språkundervisning. I fokus för hans föreläsning står frågan hur vi kan motivera eleverna till att våga använda det tyska språket mer. Johan kommer också dela med sig av tips för hur vi kan arbeta med språkliga nivåskillnader i klassrummet.

Vi fick chansen att ställa några frågor till Johan:
Hallo Johan, wir freuen uns sehr darüber, dass du als Vorleser bei unserer Konferenz für Deutschlehrer dabei bist. Erzähl gern ein bisschen über dich und deinen Hintergrund. Welche Wege haben dich zu deiner heutigen Berufsposition geleitet?

Ich heiße also Johan Poppen, bin 43 Jahre alt und wohne mit meiner Familie in Lund. Ich bin in einem kleinen Dorf in Småland aufgewachsen und habe mein Abitur in Värnamo gemacht. Nach dem Studium in Germanistik und Religionswissenschaft in Lund und München habe ich mit 25 mein Lehrerexamen in Malmö abgelegt.
Wenn ich nicht im Fitnessstudio bin, lese ich in meiner Freizeit gerne Bücher. Mein Arbeitsplatz ist seit gut 18 Jahren in der Ekenässkolan (Ekenäs-Schule) in Eslöv. Die Schule ist eine mittelgroße kommunale Grundschule mit den Klassen 7-9. Ca. 350 Schüler*innnen und ca. 35 Lehrer*innen besuchen täglich die Schule.
Meiner Meinung nach ist der Lehrerberuf einer der besten Berufe der Welt, was ich schon als junger Student in Lund erfahren durfte. Ich habe mir damals eine Auszeit von der Uni genommen und als Vertretungslehrer an einer Grundschule in Lund gearbeitet. Dort habe ich sofort gemerkt, dass mir diese Tätigkeit genau liegt und sehr gut zu mit passt.

Wie ist dein Interesse für die Deutsche Sprache entstanden?

Ich habe fast immer schon ein Interesse an der Sprache Deutsch und Deutschland insgesamt gehabt. Mein Vater ist in Deutschland geboren und ist am Ende des zweiten Weltkrieges als Flüchtling nach Schweden gekommen. Seinen spannenden Hintergrund habe ich als kleines Kind schon öfter gehört und dies hat mein Interesse geweckt. Außerdem habe ich immer sehr gute Deutschlehrer gehabt, die mich inspiriert haben.

Du arbeitest als förstelärare im Fach Deutsch – was beinhalten deine Aufgaben und wie arbeitest du mit dem Sprachfach an deiner Schule?

Vor allem arbeite ich als Förstelärare im Klassenzimmer mit den Schülern. Der Unterricht ist der Schwerpunkt meiner Förstelärar-Stelle. Ich leite außerdem ein Netzwerk mit den Sprachlehrer*Innen der Kommune. Wir diskutieren, wie wir den Sprachunterricht entwickeln können und informieren uns durch die aktuelle Forschung aus dem Bereich Sprachenlernen zum Thema.

Eine neue Sprache zu lernen ist nicht immer leicht. Für einige Schüler*innen kostet es große Überwindung zu sprechen und die Sprache anzuwenden. Wie motivierst du deine Schüler*innen sich zu trauen und mehr zu Deutsch zu sprechen?

Ich versuche ein Lernklima im Klassenraum zu schaffen, in dem die Schüler*innen sich wohl fühlen und keine Angst davor haben, Fehler zu machen. Wie schaffe ich das? Hier geht es vor allem um die Didaktik des Sprachunterrichts. Der Lehrerberuf ist eine Art Handwerk, das man als Lehrer lernen muss. Wenn ich mich selbst als Lehrer betrachte, stelle ich fest, dass ich mich als Lehrer während der letzten 18 Jahre sehr viel entwickelt habe. Der größte Unterschied ist, dass ich heute das Handwerk viel besser beherrsche und dass ich eine “didaktische Bank” mit Übungen und Arbeitsmodellen aufgebaut habe.

Was können die Teilnehmer/innen an deiner Vorlesung für ihren eigenen Unterricht mitnehmen?

Ich werde die Arbeitsmodelle und die Aufgaben, die in meinem Klassenzimmer gut funktionieren, präsentieren. Hoffentlich können die Teilnehmer*innen Inspiration und Ideen bekommen, die sie mit ihren Schüler*innen probieren können.

 

 

 

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